Mittwoch, 10. November 2021

Abschluss mit Diakoniedirektorin Maria Katharina Moser am 18.11.

AKTUALISIERUNG:

Aufgrund der hohen Infektionszahlen findet diese Veranstaltung nur via ZOOM statt.


Großes Interesse an Studienreihe zum „Assistierten Suizid“
Presseaussendung des CONCENTRUMs

Forum zu sensiblem Thema
Nach einem Urteil des Verfassungsgerichtshofs soll ab Jänner 2022 Beihilfe zum Selbstmord erlaubt sein. Ein ab 2022 geltendes Gesetz sieht dafür eine Reihe von strengen Regeln und Bedingungen vor. Das CONCENTRUM hat eine dreiteilige Studienreihe organisiert, um das komplexe und Thema Sterbehilfe mit Expert*innen zu diskutieren.

80 Teilnehmer*innen präsent und online
„Was ist erlaubt?“, „Wer entscheidet über ein Sterben in Würde?“, „Wie sehen Regelungen und Erfahrungen in anderen Ländern aus?“ Diese und weitere Fragen wurden in Fachvorträgen und Gruppengesprächen – präsent und online – mit Experten aus Rechtswissenschaft und Ethik bereits diskutiert. 80 Interessierte aus den Bereichen Pflege, Medizin und Altenbetreuung haben im Rathaussaal Pinkafeld und per Zoom teilgenommen. Zum Abschluss der Studienreihe geht es um Fragen und Umgang mit assistiertem Suizid in Alltag und Praxis.

18. November 2021, 18.30 - 21.00 Uhr
Rathaussaal Pinkafeld oder online

Dr.in Maria Katharina Moser: „Positionen der Diakonie“

Assistierter Suizid kann kein Leistungsangebot einer (christlichen) Pflegeeinrichtung sein. Denn Diakonie, Caritas und andere medizinisch-therapeu­tische und betreuende Institutionen sind von ihrem Selbstverständnis her bemüht, dass sich Menschen für das Leben entscheiden können. Anbietende von Pflegedienstleistungen begleiten Menschen in ihrer letzten Lebensphase mit palliativen und Hospizangeboten. Palliative care und Hospizbegleitung sind wesentlicher Kern im Wertekanon unserer Kultur.

Moderation: Walter Reiss

Falls Sie noch nicht angemeldet sind und die Veranstaltung über ZOOM miterleben möchten, teilen Sie es uns bitte per E-Mail mit. Sie erhalten dann den ZOOM-Link.

Unkostenbeitrag von € 10,00 mittels Überweisung erbeten:
CONCENTRUM, 7461 Stadtschlaining, IBAN: AT68 3312 5000 0020 1202 erbeten.

„Stolpersteine“ als Erinnerungsmahnmale in Güssing

 


Erste „Stolpersteine“ in Güssing verlegt
In der Güssinger Innenstadt sind am Dienstag die ersten „Stolpersteine“ als Erinnerungsmahnmale für die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus verlegt worden.
Burgenland.orf.at, 9.11.2021


Erste Stolpersteine des Burgenlands in Güssing verlegt
In der Güssinger Innenstadt sind am Dienstag die ersten zehn "Stolpersteine" als Erinnerungsmahnmale für die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus verlegt worden.
bvz.at, 9.11.2021 >>


Geschichtsprojekt am BORG Güssing
Anlässlich der geplanten Verlegung von Gedenksteinen, sogenannten Stolpersteinen (Kunstprojekt G. Demnig) in Güssing gestalteten SchülerInnen der 7c des Borg Güssing Plakate. Zehn Personen jüdischen Glaubens, die 1938 von den Anhängern des Nationalsozialismus aus Güssing vertrieben wurden, und deren Schicksal stehen exemplarisch für die bis 1938 existierende jüdische Gemeinde in Güssing.
BORG Güssing, 18.5.2021

Zum Thema:

Digitale Erinnerungskarte für NS-Opfer
Die Uni Graz hat eine digitale Landkarte mit Gedenkorten für NS-Opfer erstellt: Darauf sind Hunderte Orte abgebildet und dokumentiert, die an Opfer, Widerstandskämpfer und Ereignisse während des Nationalsozialismus erinnern. 
Steiermark.orf.at, 8.11.2021 

Dienstag, 2. November 2021

verschoben: Buchpräsentation "Einfach weg!" in Loipersdorf am 12.11.

HINWEIS:

Die Veranstaltung muß coronabedingt verschoben werden -
vorgesehen ist der 11. März 2022 




„Einfach weg!“
Verschwundene Roma-Siedlungen im Burgenland

Buchpräsentation mit
Mag. Dr. Gerhard Baumgartner und Mag. Dr. Herbert Brettl

Dienstag, 12. November 2021, 19:00 Uhr
Kultursaal, Untere Hauptstraße 10, 7410 Loipersdorf-Kitzladen

Anmeldung erbeten am Gemeindeamt Loipersdorf-Kitzladen >>

Hintergrund:


„Einfach weg“ – verschwundene Romasiedlungen
Etwa 120 Roma Siedlungen hat es im Burgenland vor 1945 gegeben – heute kennt man nur mehr jene in Oberwart. Die Geschichte und das Schicksal der Siedlungen wurden nun in dem Buch „Einfach weg! Verschwundene Romasiedlungen im Burgenland“ von den Historikern Herbert Brettl und Gerhard Baumgartner zusammengetragen. 
Burgenland.orf.at, 26.9.2020


Gerhard Baumgartner / Herbert Brettl
„Einfach weg!“
Verschwundene Roma-Siedlungen im Burgenland
new academic press >>


Donnerstag, 28. Oktober 2021

Sterbehilfe in Österreich ab 2022 neu geregelt

 


Sterbeverfügung
Beihilfe zu Suizid ab 2022 neu geregelt
Die Regierung hat sich auf eine gesetzliche Neuregelung der Sterbehilfe in Österreich geeinigt. Wer Beihilfe zum Suizid in Anspruch nehmen will, kann ab 2022 eine Sterbeverfügung errichten – ähnlich der Patientenverfügung. Der Zugang ist auf dauerhaft schwerkranke oder unheilbar kranke Personen beschränkt. Explizit ausgeschlossen sind Minderjährige. In Apotheken wird ein letales Präparat erhältlich sein.
ORF.at >>

Assistierter Suizid:
Per Verfügung zur Sterbehilfe
Schwerkranke können ab 2022 Sterbehilfe in Anspruch nehmen. In Apotheken wird ein letales Präparat erhältlich sein.
Wiener Zeitung >>

Sterbehilfe: Diakonie kritisiert kurze Begutachtungfrist
Die Diakonie ärgert sich über die kurze Begutachtungsfrist zur neuen Sterbehilferegelung. Die Dauer von drei Wochen sei „skandalös“, meinte Direktorin Katharina Maria Moser heute in der ORF-„Pressestunde“.
Beitrag auf ORF.at >>

 
Assistierter Suizid: Bischof Chalupka vermisst Rechtsanspruch auf Palliativversorgung
Schutz vor Missbrauch bekommt hohes Gewicht, Selbstbestimmung bleibt gewahrt
epd.at >> 


Suizidbeihilfe: Das Dilemma der Pfleger
Viele Angebote im Alten-, Pflege- und Palliativbereich werden von christlichen Anbietern, die Sterbehilfe ablehnend gegenüberstehen, gestellt. Dass ab Jänner 2022 assistierter Suizid in Ausnahmefällen erlaubt ist, könnte die Mitarbeitenden in ein Dilemma bringen. Diakonie, Caritas Socialis und Orden ringen nun um Lösungen. Viel Zeit bleibt nicht.
Religion.orf.at >>


Große Mehrheit der Österreicher für Liberalisierung der Sterbehilfe
Acht von zehn Österreichern begrüßen in Umfrage VfGH-Urteil. Jeder Zweite würde Sterbehilfe in Anspruch nehmen.
Kurier >>


Sterbeverfügungsgesetz; Suchtmittelgesetz, Strafgesetzbuch, Änderung (150/ME)
Ministerialentwurf betreffend Bundesgesetz, mit dem ein Sterbeverfügungsgesetz erlassen und das Suchtmittelgesetz sowie das Strafgesetzbuch geändert werden   
Parlament.gv.at >>

Mittwoch, 20. Oktober 2021

Ökumen. Gottesdienst am 26.10: Der gemeinsamen Zukunft Raum geben



„Vom Gegeneinander zum Miteinander!“
Die Kirchen des Burgenlandes, initiiert durch Pfarrer Sebastian Edakarottu und Pfarrer Gerhard Harkam, laden anlässlich des Jubiläums "100 Jahre Burgenland" am 26. Oktober, 10 Uhr, zum Festgottesdienst im Hof der Schlaininger Burg ein. Musikalisch unterstützt wird dieser von der Blaskapelle Stadtschlaining, sowie Großpetersdorf, die im Anschluss gemeinsam ein Platzkonzert geben. Unter dem Thema "Vom Gegeneinander zum Miteinander!" erwartet die Besucher gelebte Ökumene in drei "Akten": Die Versöhnung der Vergangenheit, das Bewusstmachen der Gegenwart, sowie der Blick in die Zukunft – mit ihren Herausforderungen.
Weiterlesen auf matinus.at >>





Montag, 6. September 2021

Fachspezifischen Fortbildungsreihe für Pflegeberufe und Interessierte: STERBEN HELFEN?


im Rathaussaal Pinkafeld
sowie über ZOOM
jeweils 18.30 - 21.00 Uhr

ANMELDUNG für ausstehende Module ist MÖGLICH

Aus juristischer Sicht: 14. Oktober 2021
Univ.Prof. Dr. Karl Stöger, Medizinrecht

Die Pläne zur Neuregelung der Beihilfe zum Suizid. Ende 2020 hat der österreichische Verfassungsgerichtshof ausgesprochen, dass das absolute Verbot der Beihilfe zum Suizid verfassungswidrig ist. Das Verbot der Tötung auf Verlangen ("aktive Sterbehilfe") hat er hingegen nicht beanstandet. Bis Ende 2021 wird eine gesetzliche Neuregelung erfolgen müssen.
Im Wesentlichen geht es um die Frage: Wer wird unter welchen Voraussetzungen Hilfe beim eigenen Sterben erhalten können? Die geplante Neuregelung soll dabei auch mit Regelungen in anderen europäischen Staaten verglichen werden.


Aus ethischer Perspektive: 4. November 2021
Dr. Stefan Dinges, Ethik am Lebensende

Grundlegende ethische Fragestellungen. Wie lässt sich Hilfe beim Sterben von Hilfe zum Sterben unterscheiden? Lassen sich Handlungen klar gegeneinander abgrenzen? Für alle Formen der Hilfe beim bzw. zum Sterben ist zu fragen: Wer sind die jeweiligen Akteure und wer ist betroffen? Sterbewillige, Ärzte, Pflegekräfte, Angehörige, Seelsorger und Seelsorgerinnen, Führungskräfte, Juristen, Beratungsstellen…? Und was heißt das aus ethischer Sicht für diese Personengruppen?


Aus der Praxis: 18. November 2021
Dr.in Maria Moser, Positionen der Diakonie

Wie sieht dies aus der Sicht der Praxis aus? Assistierter Suizid kann kein Leistungsangebot einer (christlichen) Pflegeeinrichtung sein. Denn Diakonie, Caritas und andere medizinisch-therapeu­tische und betreuende Institutionen sind von ihrem Selbstverständnis her bemüht, dass sich Menschen für das Leben entscheiden können. Anbietende von Pflegedienstleistungen begleiten Menschen in ihrer letzten Lebensphase mit palliativen und Hospizangeboten. Palliative care und Hospizbegleitung sind wesentlicher Kern im Wertekanon unserer Kultur.


Moderation: Walter Reiss

im Rathaussaal Pinkafeld, Hauptplatz 1
sowie über ZOOM

jeweils 18.30 - 21.00 Uhr

Jeder Abend wird durch einen Fachvortrag in den speziellen Fragenkomplex einführen; danach folgen Kleingruppen mit Anfragen und Diskussion; Resümee und Klärungen runden den Abend ab.
Im Anschluss gibt es im Rathaussaal – je nach Pandemie-Maßnahmen – Gelegenheit zum Gespräch bei Fingerfood und Getränk.  

Anmeldung und Überweisung des Unkostenbeitrags von € 10,00 pro Abend an
CONCENTRUM, 7461 Stadtschlaining, IBAN: AT68 3312 5000 0020 1202  erbeten.

Den ZOOM-Link erhalten Sie am Tag vor der Veranstaltung.

ANMELDUNG für ausstehende Module ist MÖGLICH.

 


Sonntag, 5. September 2021

Bericht von der Studienfahrt nach Graz

Geschichte ist nicht nur Geschehenes, sondern auch Geschichtetes.

CONCENTRUM-Studienfahrt nach Graz 

Von Gerhard Harkam 

Die Studienfahrt des CONCENTRUMs führte uns am 1. Oktober nach Graz in die Stadt der Menschenrechte. Zur Frage „Wie wird Glaube sichtbar?“ haben 15 Teilnehmende zunächst in der evangelischen Heilandskirche von Pfarrer Matthias Weigold eine Einführung in den Umgang einer Pfarrgemeinde mit ihrer eigenen Geschichte erhalten. Anhand des Denkmals für die gefallenen evangelischen Soldaten der beiden Weltkriege, das sich direkt neben der Kanzel befindet, hat Pfarrer Weigold auf den Satz des ehemaligen württembergischen Landesbischofs, Hans von Keler, verwiesen: „Geschichte ist nicht nur Geschehenes, sondern auch Geschichtetes.“ Diese Schichten durchlässig zu machen, war das Anliegen der Pfarrgemeinde. So wurde zum Gefallenendenkmal in den 1980ern eine zweite Schicht aus Glas mit dem Text darübergelegt: „Lernen wir miteinander zu leben und nicht gegeneinander!“ Im Jahr 2017 wurde eine weitere Schicht in Form einer Installation darüber gestellt; darin erstrahlen nun Texte und Namen von Opfern, die die Erinnerung an die ermordeten evangelisch-getauften Juden und Mitglieder der Pfarrgemeinde und die gemeinsame Verantwortung aufleuchten lassen.

Im Festsaal der Heilandskirche haben uns sodann Dr. Bassem Asker, muslimischer Religionslehrer, und Dr. Markus Ladstätter, röm.-kath. Professor an der Privaten Pädagogischen Hochschule Augustinum, einen Einblick in interreligiöses und interkulturelles Lernen an Grazer Schulen und der Hochschule eröffnet. 

Am Nachmittag besuchten wir gemeinsam mit Mag. Johannes Mindler-Steiner (Afro-asiatisches Institut Graz) die Sonderausstellung im röm.-kath. DiözesanmuseumGemeinsam Glauben & Leben. Die Lebens- und Jahresfeste der Religionsgemeinschaften in Graz“. 

Die Buntheit der religiösen und kirchlichen Lebensgestaltung wurde uns weiters in der röm.-kath. St. Andrä-Kirche deutlich vor Augen geführt; Pastoralreferentin Mag.a Waltraud Hamah Said-Hödl berichtete auch von den verschiedenen internationalen Communities, die sich in der Andräkirche regelmäßig zu Gottesdienst und Festgestaltung gemeinsam mit der lokalen Gottesdienstgemeinde einfinden. Dieser Bericht war für uns eine große Ermutigung in Zeiten, wo Resignation und Abgrenzung eher auf der Tagesordnung stehen als Zuversicht und Kreativität. 

 Den Abschluss bildete ein Besuch der koptischen Kirche Johannes der Täufer im Norden von Graz, wo der Technikstudent und Diakon David Awares die Geschichte der koptischen Kirche allgemein und ihres gottesdienstlichen Lebens in Graz erklärte. Ein Blick hinter die Ikonostase (Bilderwand) war dabei ein besonderer Höhepunkt. Die Kopten („Ägypter“), oftmals verfolgt, gehören zu den altorientalischen Kirchen und bilden mit ca. 8 Millionen einen kleinen, aber bedeutsamen Teil der Christenheit.

Fotoalbum von der Studienfahrt >>

Infos zum Thema:


Und was glaubst du?
Ein Portrait religiöser Vielfalt in Graz (Trailer)
Afro-Asiatisches Institut auf Youtube, 11.06.2018


Infos >>